Auf ein Blind Date: Hanna Jones trifft Steffen Pauls

Shownotes

Care-zentrierte Arbeitswelt trifft Stadtästhetik

Was passiert, wenn eine Unternehmerin, die Arbeitsstrukturen für Mütter verändern will, auf einen Friseurunternehmer trifft, der Köpfe, Produkte und ganze Stadtgassen gestaltet? Auf den ersten Blick liegen Koblenz und Mainz ebenso wie Sozialinnovation und Friseurhandwerk ein gutes Stück auseinander. Doch überwiegt dieser Kontrast wirklich oder wird daraus ein Match?

In dieser Folge von „Gemischte Tüte RLP“ begegnen sich Hanna Jones, Co-Gründerin und Geschäftsführerin von JOBS FOR MOMS®, und Steffen Pauls, Inhaber von Pauls Frisöre, Entwickler der Naturkosmetiklinie MOOIKOPP und Initiator von Stadtgestaltungsprojekten in Mainz.

Hanna fragt, wie Arbeit der Lebensrealität von Menschen gerecht werden kann. Steffen fragt, was Handwerk, Schönheit und Räume mit Menschen machen. Beide verbindet der Wunsch, Bedingungen nicht einfach hinzunehmen, sondern sie gemeinsam neu zu gestalten.

Themen der Folge:

  • Strukturen statt Einzelfall: Warum berufliche Hürden für Mütter kein privates Organisationsproblem sind und wie JOBS FOR MOMS® Unternehmen und Fachkräfte zusammenbringen will.
  • Handwerk mit Haltung: Wie Steffen Pauls Friseurunternehmertum, Produktentwicklung und Nachhaltigkeit zusammendenkt und warum der Kopf immer ein Statement setzt.
  • Räume für neue Ideen: Was schöne Umgebungen, Verbundenheit und unterschiedliche Perspektiven mit Innovation zu tun haben und wie aus dem Blind Date eine gemeinsame Blumenidee entsteht.

Jetzt reinhören - eine Folge über Arbeitswelten, die sich verändern müssen, Handwerk, das mehr sein will als seine Schublade, und zwei Menschen, die im Gespräch entdecken, dass Entfaltung sowohl gute Strukturen als auch gute Räume braucht.

„Gemischte Tüte RLP“ ist ein Podcast der Innovationsagentur Rheinland-Pfalz.

Unsere Gäste:

Hanna Jones, Co-Gründerin und Geschäftsführerin von JOBS FOR MOMS® „Ich glaube, dass wir verlernt haben, uns gute Fragen zu stellen. Und eine der Fragen ist: Wie wollen wir leben und arbeiten?“

Links:

Steffen Pauls, Friseurunternehmer, Inhaber von Pauls Frisöre, Naturkosmetikentwickler und Stadtästhet „Ich finde, wir müssen uns einfach mehr mit schönen Sachen beschäftigen.“

Links:

Feedback, Anregungen? Wir freuen uns, von euch zu hören: podcast@innovationsagentur-rlp.de

Credits: Moderation: Daniela Bublitz Technik und Bild: PACO MEDIA Design: Designstudio Mathilda Mutant Illustration: studio ciao Redaktion: Silke Philipps-Deters Social-Media: Katharina Weirauch

Abonniert unseren Podcast und entdeckt die großartigen Menschen und Geschichten aus Rheinland-Pfalz. Vernetzt euch mit ihnen, denn Innovation entsteht dort, wo Bekanntes neu gemixt und interpretiert wird.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

Transkript anzeigen

00:00:05: Ein Blind Date, eine halbe Stunde Zeit und die Frage ist es ein Match?

00:00:10: Das ist gemischte Tüte der Blind Date Podcast der Innovationsagentur Rheinland-Pfalz.

00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:21: gemischte Tüte Rheinland-Pfalz.

00:00:22: Schön, dass ihr wieder reingeschaltet habt!

00:00:25: Wie immer sitzt hier bei mir im Gemischte-Tüte-Rheinland Pfalz Studio ein aufgeregtes Blinddate, zwei Menschen die sich gegenüber sitzen und jetzt gleich sich kennenlernen werden.

00:00:35: Herzlich Willkommen Steffen Pauls und Hannah Jones.

00:00:39: Ja danke schön.

00:00:40: Vielen Dank.

00:00:44: Die wichtigste Frage für uns ist ja immer Es ist ein Blind Date.

00:00:47: Kennt ihr euch?

00:00:49: Also wir kennen uns jetzt ganz kurz auf dem Parkplatz, aber ansonsten kennen wir uns nicht!

00:00:56: Nee das stimmt es ist ein blind date Aber

00:00:58: irgendwie habe ich ein vertrautes Gefühl bei dir.

00:01:01: Vielleicht sind wir uns schon mal begegnet und finden das gleich heraus.

00:01:05: Wir werden sehen.

00:01:06: Hauptsache, ihr habt euch auf dem Parkplatz positiv in Erinnerung.

00:01:09: Sie

00:01:09: hat mich geleitet ohne dass sie es wusste.

00:01:13: Sehr gut!

00:01:14: Vielleicht Hannah kannst du mal kurz erzählen wer bist und was machst du?

00:01:19: Ich bin Hannah.

00:01:21: ich komme aus Koblenz oder habe vor Ewigkeiten gefühlten Ewigkeiten mal studiert und zwar Soziologie, Ethnologie und Pädagogik immer mit dem Wunsch in die weite Welt hinauszugehen.

00:01:33: Das ist dann, ich würde mal sagen ... nicht missglücklich.

00:01:36: Ich hab die Welt eher zu mir genommen und hab früher heiratet, hab drei Kinder.

00:01:41: Und bin unter anderem Unternehmerin.

00:01:45: Was hast du für ein Unternehmen?

00:01:47: Jobs for Moms quasi aus dem Schmerz heraus entstanden nach den Kindern.

00:01:55: Jetzt wo du so ne Pause machst, würd ich sagen, leid dich auch tatsächlich mal zum Steffen übrig.

00:01:59: über.

00:02:00: was machst du denn, wer bist du?

00:02:02: Ich bin Steffen Pauls, bin auf Nordrhein-Nei geboren.

00:02:06: Finde ich ganz wichtig aber bin seit sixundneinzig in Mainz.

00:02:11: Bin Friseurunternehmer, Kosmetikentwickler und manchmal auch Stadtestät.

00:02:18: Wow!

00:02:20: Hast du da direkt ein paar Fragen?

00:02:22: Nee finde ich einfach sehr gut zu wissen was für Kosmetika stellst du hierher?

00:02:26: Eigene Naturkosmetik Schwerpunkt eigentlich die Haare.

00:02:32: Ich wollte immer was Eigenes haben, was wirklich auch in die Haut gehen darf.

00:02:37: Was man täglich an den Händen haben darf und das haben wir irgendwann entwickelt und es läuft.

00:02:45: Das ist ja total spannend!

00:02:47: Gehen wir gleich auch noch ein bisschen intensiver rein.

00:02:50: Jetzt wisst ihr schon mal, wer ihr seid?

00:02:53: Dann gibt es ja die zweite Regel bei gemischte Tüte rein.

00:02:56: Falls ihr euch gegenseitig einen Geschenk mitbringt.

00:02:59: Nicht wissend, wer dagegen übersetzt, wem ihr etwas schenkt.

00:03:02: Aber die Idee ist immer, dass ihr was über euch erzählt.

00:03:05: Hannah, vielleicht magst du zuerst dein Geschenck überreichen und dazu was erzählen?

00:03:10: Na gerne!

00:03:13: Magst du's auspacken und ich erzähle was dazu?

00:03:15: Sehr gern!

00:03:17: Also es ist eine Tüte.

00:03:18: Ich übergebe

00:03:20: sie!

00:03:20: Es ist ein bisschen mehr drin als eine Sache.

00:03:26: Okay, damit fängst du an.

00:03:28: Das finde ich sehr leckere Schokolade hergestellt in Koblenz von großartigen Gründerin Kahuha heißen Sie und kann mich nur empfehlen sagt deswegen was über mich aus weil ich einfach ein Schokoladenfan bin.

00:03:45: Da sind wir schon zu zweit.

00:03:47: Super das heißt das nimmst Du schon mal an.

00:03:49: Ich liebe Schokolade weiter zu sehr.

00:03:53: So, okay das ist jetzt... Wow

00:03:55: was du alles dabei hast!

00:03:56: Ja guck mal, das ist ein bisschen Merch.

00:03:58: Das ist jetzt nicht ganz so wichtig aber vielleicht musst du mal etwas aufschreiben?

00:04:02: Also dass es einen Blog und auf dem Blog steht Jobs for Moms.

00:04:05: Es ist ein Jobs-for-Moms-Blog und ich finde er macht gute Laune weil die Formen so schön drauf sind.

00:04:11: also wenn Du Dir mal Notizen machst oder auf Dein Schreibtich legst.

00:04:18: von mir hergestellt.

00:04:19: Du siehst, ich bin nicht so fein motorisch.

00:04:22: Da siehst du vielleicht gerade nicht weil es noch in einer Verpackung ist.

00:04:25: Es ist ein Anhänger und ähm... Ich hab ihn dir gebastelt.

00:04:30: das is unser Eiken!

00:04:32: Von Jobs Formams des Eiken Und für uns steht das für Verbundenheit und Verbundenheid.

00:04:37: Ich habe jetzt so einen Talente-Test gemacht.

00:04:40: Verbundenkeit ist meine Topstärke.

00:04:43: Ich finde das schön.

00:04:44: Ich finde, dass eine schöne Stärke und ich bin der festen Überzeugung, dass wenn wir alle ein bisschen mehr verbunden sind mit uns und diesem Planeten, dass wir damit einfach viel mehr erreichen.

00:04:57: Das ist sehr schön!

00:04:58: Konkurrenzthema.

00:05:00: Das is' sehr schön.

00:05:02: Jetzt geh noch mal ran...

00:05:03: Okay?

00:05:04: Okay.

00:05:05: Oh!

00:05:06: Ich hab dir ein bisschen meer im Glas mitgebracht.

00:05:09: Wie geht das denn wirklich

00:05:11: schön?!

00:05:17: Also, als die Einladung zu diesem wunderbaren ...

00:05:22: Ich hab heute noch gesagt.

00:05:23: Das haben schon mal Leute geweint im Podcast hier.

00:05:26: Jetzt haben wir es endlich geschafft!

00:05:30: Als die Einladung zu dem wunderbaren Podcast kam, saß ich gerade in Den Haag am Strand und das Meer ist mein Kraftort.

00:05:40: Ich bin da leider nicht so oft, ich werde am liebsten immer und dann habe ich gedacht, ich bring dir ein bisschen was von diesem Kraftort mit.

00:05:50: Und habt ihr ein bisschen mehr ins Glas gefüllt?

00:05:52: Das ist perfekt!

00:05:55: Vielen Dank.

00:05:56: Ja gerne.

00:05:58: Da verfällst du auch gleich in den nordischen Dialekt quasi.

00:06:05: Okay, ich glaube das ist ... Das letzte in dieser Tüte.

00:06:08: Das ist ein Magazinbeitrag eine Märzausgabe von einem im nördlichen Rheinland-Pfalz verteilten Magazin Label fifty-six mit meiner Geschäftspartnerin Anke Hollerts und da geht es sehr auf vielen Seiten in vielen Worten tatsächlich nochmal zum Hintergrund zu Jobs for Moms und warum es das gibt und was unsere Mission ist auch unsere Vision vor allen Dingen ja Vielleicht hast du irgendwann Lust und Nusse beim Stück Schokolade zur Blätter.

00:06:39: Mache ich gern!

00:06:40: Ich finde es schön, wenn du noch mal was zu Jobs vormaßen sagst, dass irgendwie eine Idee oder so klar wird.

00:06:46: Ja genau also mein erstes Kind kam am Ende vom Studium etwas überraschend aber natürlich doch gewünscht.

00:06:56: und mit dem Kind kam aber auch... Die Frage, okay wie klappt das jetzt alles mit dem Berufseinstieg?

00:07:01: und ich kann nur sagen es war halt immer mit Hürden verbunden.

00:07:08: Es gab bei keinem der Kinder eine Infrastruktur so dass ich easy arbeiten konnte sondern es war jeden Tag eine Aufgabe an sich, die Kinder irgendwo unterzukriegen oder auf der Arbeit zu performen.

00:07:22: Und ich habe mir gedacht mein Gott jetzt hast du studiert und fühlst dich einigermaßen ausgebildet und warum klappt das nicht so ganz?

00:07:29: Es hat schon geklappt aber es war einfach viel Kreativität gefordert.

00:07:34: Ich finde ich wurde oft monetär bestraft weil ich in Teilzeit gearbeitet hab.

00:07:39: dabei würde ich sagen habe ich Vollzeitleistungen erbracht.

00:07:41: in der Zeit konnte einfach nur nicht die ganze Zeit präsent sein Und es gab Situationen in Bewerbungsgesprächen, wie wer passt denn auf ihre Kinder auf?

00:07:49: Wenn sie hier die Geschäftsführung übernehmen?

00:07:51: und all solche Kladderadatsche.

00:07:52: Ich dachte ganz oft oder ganz lange das wäre so ein individuelles Thema.

00:07:56: dann wurde mir klar.

00:07:57: Nee ist strukturell.

00:07:58: allen Frauen im Umfeld geht es so meistens bis zum Renteneintritt.

00:08:03: Und zu dem Zeitpunkt wo Jobsformums gegründet wurde ... mit meiner Partnerin Anke zusammen, die aus der Berufsberatung kommt.

00:08:10: Also über sechzehntausend Beratungsgesprächen mit Frauen zum Thema berufliche Entwicklung geführt hat war der Fachkräftemangel doch noch größer und wir haben gesagt okay Unternehmen macht die Augen auf sie sind da es sind super ausgebildete Frauen auf diesem Markt die nur ab dem ersten Kind irgendwie nicht mehr als Fachkraft angesehen werden.

00:08:32: lasst uns mal die Strukturen in den Unternehmen so weiterentwickeln Ja, dass wir wirklich Diversität ist in die Spitze bekommen.

00:08:40: Und auf der anderen Seite den Müttern Zeit und Energie zu sparen und auf dieser Jobplattform was es im Außen ist also eine Plattform Arbeitgeberinnen mit Stellen an zeigen und Unternehmensprofilen so sichtbar zu machen das sie schnell gefunden werden können weil die meisten Mütter sich halt eben nicht über gängige Jobportale bewerben wie Indeed und so entspricht zu selten der Lebensrealität aber auch um in der Zusammenarbeit mit den Unternehmen neue Parameter der Arbeit zu etablieren.

00:09:08: Also am Ende präsentieren sich die Unternehmen auf der Website, so dass die Frauen die finden?

00:09:13: Genau!

00:09:15: Aber neben den Unternehmen mittlerweile auch so Frau- und Berufsberatungsstellen, die es gibt, die einfach so bei einer, ich würde mal sagen Orientierung helfen weil manche doch nach einer längeren Elternzeit vielleicht ihre Kompetenzen nicht mehr ganz auf dem Schirm haben und in der Zeit ja auch Kompetenz dazu gewonnen haben.

00:09:32: Ich glaube, sich da selbst nochmal richtig einschätzen zu können totgut damit man auch weiß welche Perspektiven auf einen warten.

00:09:41: Und diese Verbundenheit ist die Verbundenkeit zum Müttern in der gleichen Situation.

00:09:46: oder ist das auch übergeordnet?

00:09:48: Also ich finde es übergeordnete.

00:09:50: Ich glaube dass Kooperation also ich bin auch ethnologisch wenn man ganz weit zurück in die Menschheitsgeschichte guckt dann musst du aber schon ein bisschen weiter gucken Drei hundertausend Jahre zurück.

00:10:03: Hat uns nur Kooperation, würde ich sagen, das Überleben ermöglicht.

00:10:07: Weil wir zusammengehalten haben für Sorge im Zentrumstand, weil wir als Rudel irgendwie umhergezogen sind und aufeinander aufgepasst haben.

00:10:16: Und insbesondere Frauen würd' ich sagen haben eine weibliche Kooperationsurkraft.

00:10:24: Die haben wir aber vielleicht in den letzten achttausend Jahren verlernt haben vielleicht das Gefühl oder haben schon oft Konkurrenz erlebt.

00:10:34: Das ist einfach störend, da kommen wir nicht weiter.

00:10:38: Vielleicht mal für einen Moment läuft es schneller aber du läufst nicht weit und für mich ist Verbundenheit der Schlüssel dazu dass wir halt in einer anderen Welt leben können also auch geopolitisch.

00:10:53: wenn ich bei dir

00:10:55: was hast Du mit gefragt Steffen?

00:10:57: Was hast Du für ein Geschenk?

00:10:59: Ich muss das erst mal auspacken.

00:11:04: Ich reiche mal auch rüber mit.

00:11:06: Danke schön!

00:11:09: Es

00:11:09: knistert, es ist

00:11:10: mein blauer

00:11:11: Stoffbeutel und ich hätte gar nicht drauf drücken dürfen.

00:11:16: Das sieht aber schon schön aus.

00:11:24: Ja?

00:11:24: Ist das eine Pfingstrose oder?

00:11:28: So ein Glück.

00:11:30: Und sie riecht.

00:11:33: Sie riechen ein bisschen... eine Molkoppducht beduftet.

00:11:40: Magst du mal riechen?

00:11:44: Das heißt der ganze Beutel riecht so?

00:11:46: Ja, oder?

00:11:47: Riecht lecker!

00:11:49: Und Molkopf ist was?

00:11:51: Molkop ist frisisch heisst schöner Kopf.

00:11:56: Ah,

00:11:56: das heißt wenn man... Soll ich ratten?

00:11:58: Wenn man deinen Shampoo benutzt dann riech man so

00:12:01: wie ein frisischer

00:12:02: Kopf.

00:12:02: Dann riechte man so?

00:12:04: Das finde ich schonmal sehr ansprechend.

00:12:06: Also mit allen Sinnen, ich trau mich fast gar nicht.

00:12:09: Ich soll es jetzt bestimmt aufmachen richtig.

00:12:12: Da kommt aber kein Wasser raus?

00:12:14: Nein, keinen Wasser auch!

00:12:15: Kein Sand, kein Fisch...

00:12:21: Leute, ich muss mal

00:12:22: einen kurz dauerten Moment... Aber ich kann ja mal was beim Moikop erzählen.

00:12:24: der Name, der ist entstanden als ich also auf Norderney.

00:12:31: Muss man im Sommer zu meiner Zeit das Kinderzimmer räumen weil's vermietet wird?

00:12:36: Und ich musste zu meiner Oma.

00:12:38: Was halt jetzt nicht so schlimm war, weil meine Oma hat am Rand der Dünnen gewohnt und sie hat mir immer das Lieblingsessen gekocht... ...und ich durfte da viele Sachen, die ich sonst nicht durfte.

00:12:48: Unter anderem habe ich dann mit der Zaunfarbe meine Haare gemalt.

00:12:53: Da war ich sechs, hatte weiße Haare, kam mit dieser Lack-Farbe hoch und hab's meiner OMA ganz stolz präsentiert.

00:13:01: Anstatt dass sie mir eine Links-Rechts-Kombie gibt, sagt sie mir ein Jung was hast du für einen moin Kopf?

00:13:06: Also mein jungeres hasse für einen schönen Kopf.

00:13:09: Obwohl sie die Hände über den Kopf zusammengeschlagen hat und das war so ne Homage.

00:13:14: einmal dachte ich So gut zu reagieren Und dann auch mit meinen Haaren.

00:13:19: Das könnte so Ein kleiner Wegbereiter Für meine Zukunft gewesen sein.

00:13:24: deswegen Moinkopf

00:13:27: Ganz hübsch.

00:13:27: das habe Ich einfach noch nie gehört.

00:13:28: es klingt toll und Die Geschichte dazu ist natürlich großartig.

00:13:31: Einen Hoch auf die Großmütter, würde ich sagen an der Stelle

00:13:34: sein.

00:13:34: Ich kann das nur auspacken wenn ich Krach mache okay?

00:13:36: Ja ja.

00:13:37: Okay es wird spannend!

00:13:48: Es ist nochmal verfallen... ...es riecht immer mehr.

00:13:55: Wie du auch eben geschautet hast.

00:13:56: Es rieht immer mehr!

00:14:00: Gleich ist das ganze Studio voll.

00:14:07: Das ist ein Körper balsam Moicrop Körper beisammen und Moicop duschbeisern.

00:14:16: Das ist toll, das sieht total hübsch aus!

00:14:18: Es erinnert mich ein bisschen an Apothekerflaschen oder?

00:14:21: Mhm.

00:14:23: Aber ein ganz tolles Design.

00:14:25: Danke schön.

00:14:26: Sehr gerne.

00:14:27: Erzähl mal ein bisschen was dazu... Oder kommt noch etwas?

00:14:30: Ja, einfach mehr.

00:14:30: Also es ist noch ein Breitheft, oder?

00:14:33: Genau.

00:14:37: Shampoo für Haut-und Kopfhaut.

00:14:39: Genau da aber es ist nicht das, was du jetzt bekommen hast.. Ich dachte, damit kannst du jetzt einfach mehr anfangen.

00:14:46: Das ist ganz großartig!

00:14:49: Das Shampoo kann man sich ja dann wo kaufen?

00:14:51: Ja.

00:14:52: Wo?

00:14:54: In Mainz.

00:14:57: Nur in Mainz oder auch digital?

00:14:59: Nee nur an Mainz also...

00:15:00: Man muss nach Mainz und deinen Laden.

00:15:02: Genau.

00:15:04: Erzähl mal ein bisschen was zum Moicop.

00:15:07: Also gut, was soll ich erzählen eigentlich?

00:15:10: wie fing's an?

00:15:11: es fing so an dass ich eigentlich Ich habe meine Ausbildung gemacht, in dem ich nach einem halben Jahr eine Dauerwelle abspülen hatte.

00:15:21: Die Haare waren abgebrochen und die saure Dauerwelle um einen.

00:15:26: Meisterin sagte, dann hat sie gut gezogen.

00:15:32: In meiner Ausbildung gab es ein Champou.

00:15:35: Das hatte so viel Silikon, das konnte man mit zum Zelt nehmen und sein Zelt damit wasserdicht machen.

00:15:42: Also es gab einen Selbstverständnis von schlimmen Sachen, die einfach auf den Kopf gemacht wurden.

00:15:48: Und als ich den Salon aufgemacht habe, da hab' ich mit meiner Frau irgendwann das Verrückte vorhaben gehabt, lass uns nach ein eigenes Shampoo entwickeln.

00:15:58: also wirklich von der Pieke auf.

00:16:00: Wir haben uns nen Wildpflanzenbuch geholt.

00:16:02: Da standen dann immer Wirkungen von irgendwelchen Pflanzen drin anstregieren Entzündungshemmend und so weiter.

00:16:08: wir haben sie alle gesammelt haben Volksmedizinisch-Werksame Sachen recherchiert, also Brennnesselwurzel seit hunderten von Jahren für die Kopfhaut.

00:16:19: Klettenwurzeln... Also all diese Dinge.

00:16:22: dann haben wir uns in Destille gekauft, haben selbst Düfte destilliert, haben acht Jahre lang haben wir dieses Projekt verfolgt.

00:16:32: Ach so und mit der Destille war auch gut!

00:16:34: Die durften wir eigentlich gar nicht haben, denn kam der Zoll und er kam im Salon.

00:16:40: Er sagte dann, ich muss die Distille sehen und die wird mir verboten.

00:16:43: Dann habe ich gesagt wir träumen von einem eigenen Shampoo.

00:16:49: Wir machen das wirklich!

00:16:50: Und er sagte ja na gut, dann komme ich es nächste Mal, dann zeigen sie mir die Distelle und dann komme ganz lange nicht mehr.

00:16:58: Also hat uns supportet.

00:17:01: Genau nach acht Jahren war das Shampoo fertig.

00:17:05: Also wirklich acht Jahre?

00:17:07: Du

00:17:07: hast nonstop daran gearbeitet.

00:17:09: Ja, kann man sagen.

00:17:11: Und eine Ausbildung gemacht als Aromatologe in der Österreich und da haben wir einen Naturkosmetik-Hersteller kennengelernt, der wirklich kleine Chargen macht und wir produzieren das vor, kaufen die Öle, kaufen die Düfte und er mischt es dann unter Laborbedingungen in kleinen Chargen für uns ab.

00:17:32: Und was ist das Spezielle daran?

00:17:34: Weil du ja gesagt hast dir aber wichtig, dass da eben nichts mehr dran ist.

00:17:37: Was man so auf die Köpfe schüttet.

00:17:41: So egal irgendwie Hauptsache es schön oder keine Ahnung.

00:17:44: Hauptsaches lässt sich gut föhnen!

00:17:47: Also eigentlich ist es so ein ganzes Spektrum.

00:17:49: Ich als Friseur will ich natürlich, dass ein Shampoo schäumt und die Naturkosmetik Shampoos war immer so'n bisschen gelbabel Es konnte nicht wirklich alles, also es sollte gut scheuen.

00:18:02: Es sollte gut reinigen.

00:18:05: Vor allen Dingen Haare sind für mich auch so ein bisschen Pflanzen.

00:18:09: Also soll die Erde gut sein und nicht nur die Pflanze.

00:18:12: Also haben wir uns um die Kopfhaut gekümmert.

00:18:14: deswegen auch Shampoos für Kopfhäute.

00:18:17: da sind die Wirkstoffe und sollte das Haar nicht manipulieren.

00:18:21: wenn ich einen Haarsch leide dann finde ist wichtig zu fühlen wie es ist ist halt auch dann so zu schneiden, damit zu Hause getragen werden kann.

00:18:32: Und nicht erst mit irgendwelchen Stoffen manipuliert werden muss.

00:18:34: also es ist ein lässtes Haar ehrlich.

00:18:40: Also onhördisch ehrlich.

00:18:44: Was eine schöne Bezeichnung!

00:18:45: Es lässt auf Haar Ehrlich.

00:18:49: Ja

00:18:51: genau

00:18:52: und

00:18:53: ja mehr weiß ich jetzt auch nicht.

00:18:57: Du hast ja auch deinen, du hast schon gesagt, du bist Friseurunternehmer.

00:19:01: So was ist das genannt?

00:19:02: Und da habe ich auch noch mal gedacht, ah manche würden jetzt einfach sagen, ich bin Friseurer und du sagst Friseureunternehmer!

00:19:07: Was ist für dich Friseuerunternehmertum?

00:19:10: Auf jeden Fall eine Philosophie zu entwickeln die eigenständig ist und nicht dass macht was die Industrie oder die Mode vorgibt.

00:19:21: dann natürlich Personalentwicklung eigene Ideen was Mitarbeiter Ausbildung, Mitarbeiter Führung und natürlich sich im Markt behaupten mit so einer eigenständigen Idee.

00:19:36: Und auch das Friseurgeschäft nicht so zu sehen wie es vielleicht in der Volksschublade zu sehen ist sondern eher als Naja, ich will nicht sagen design orientiert aber man kann tragen was man will.

00:19:52: der kopf guckt immer raus und gibt einfach ein statement.

00:19:57: Und als ich habe in emt meine leere gemacht aus frisland Hab mich wirklich hareschneiden gelernt.

00:20:06: Ein harschnitt im herren salon hat fünfundzwanzig mark gekostet.

00:20:11: Ich bin nach der ausbildung nach london zu wieder als wassohn.

00:20:15: Da hatten harschnitten neunzig fund gekosted Warum?

00:20:19: Und es ist eine ganz andere Sichtweise.

00:20:22: Die Leute haben Entwürfe bekommen für ihr Aussehen und nicht, ich will die Haare abgeschnitten haben.

00:20:29: und ja das so zu vermitteln und so in mein eigenes Unternehmen aufzubauen reinzubauen ist für mich auch Unternehmertour.

00:20:38: Jetzt bist du quasi von Norderney, Emden London.

00:20:41: wie kommt man nach Mainz

00:20:46: London, der Salon hatte mehrere Geschäfte auch in Frankfurt und man hat mir gesagt ich kann also in England gibt es kein duales System sondern das Betriebliches.

00:20:58: Die regnierten Salons wie Trevor's Hobby oder wieder als das Fund die haben eigene Ausbildung.

00:21:05: und man sagte mir dass ich dann nach Frankfurt zu dem Salon komme wenn da eine Stelle frei wird.

00:21:12: genau unten Frankfurt hab ich meine Frau kennengelernt und dann ging's nach Mainz.

00:21:18: Und das macht ihr gemeinsam?

00:21:20: Wir haben auf jeden Fall zusammen angefangen, dann kam der Sohn... ...und dann war handwerklich für Anke, war das nicht mehr so einfach rücken und so weiter.

00:21:33: aber genau wir haben Mölkopf zusammenentwickeln.

00:21:36: es ist natürlich unser Unternehmen.

00:21:38: Ja

00:21:38: klar!

00:21:39: Das ist total spannend.

00:21:40: also meine Frage wäre auch eben gewesen Warum weg von Norderney, wenn du am Meer geliebt hast?

00:21:47: Ja auf Nordernei.

00:21:48: Also da kannst du mit sechzehn dann nur noch Seehund werden oder anfangen zu trinken.

00:21:56: Es ist der Inselkoller dann irgendwann oder was?

00:21:58: okay ja das kann ich mir vorstellen.

00:22:02: also ich glaube wenn mehr dann...

00:22:03: es ist unerschön aber jeder weiß wo du bist den ganzen Tag und

00:22:08: hat dich im Blick Aber du bist noch regelmäßig da.

00:22:14: Ja.

00:22:16: Wenn ihr jetzt so ein bisschen über euch gehört habt, was interessiert euch?

00:22:21: Was interessiert dich vielleicht irgendwann?

00:22:23: Mich

00:22:23: interessiert warum du Unternehmerin geworden bist und nicht im Angestellenverhältnis was gesucht hast.

00:22:30: Also ich habe ja sehr lange im angestellten Verhältnis gearbeitet.

00:22:35: Ich glaube... ...ich bin nicht so angepasst dass sich das immer konnte also dass ich dann wirklich auch gut drin war.

00:22:44: Vielleicht war ich ganz okay, aber es ging mir nicht so gut damit.

00:22:49: Also ich gestalte gerne und treib gern Sachen voran und das konnte ich zumindest in den Anstellungen, in denen ich fahre, nicht immer so ausleben.

00:22:59: Das waren manchmal die Gründe warum ich dann gewechselt bin vielleicht.

00:23:03: Und weil es mich einfach so gefuchst hat, weil ich eine Lücke im System gesehen habe und eine Lösung dafür wollte dass vor allen Dingen wenn ich gedacht hab ok jetzt kann ja nichts sein dass wir da so eine Riesengruppe nicht im Blick haben und denen es nicht gut geht, auch finanziell nicht.

00:23:23: Und seit wann bist du selbstständig?

00:23:25: Erst seit Gründung quasi, seit ... ... seit Jahrtausendzweiundzwanzig.

00:23:32: Wie wird es angenommen mit Jobformams?

00:23:37: Weil ihr auch gesagt hast, diese Gruppe, dass du da bist das zu verändern.

00:23:42: Wie sehr konntet ihr schon verändern?

00:23:43: was muss noch getan werden und vielleicht hören ja auch einige Unternehmerinnen, Unternehmer zu oder Unternehmen generell?

00:23:50: Was ist euer Angebot für die, die ja vielleicht Fachkräfte suchen weil der haben ja Fachkräften im Wandel?

00:23:57: Angebot ist vor allen Dingen Sichtbarkeit und sich so zu positionieren, dass die Zielgruppe insbesondere der Mütter aber auch alle anderen.

00:24:05: Es heißt mittlerweile Jobs for Moms and For People Who Care in der Doppeldeutigkeit quasi.

00:24:13: Sich auf der Plattform zu positionierend und zu zeigen, sich darzustellen, aber auch vakanter Stellen zu inserieren.

00:24:19: Das ist jetzt das Angebot im Digitalen quasi.

00:24:24: Es ist schwankend, also du merkst immer wie es der Wirtschaft geht und welche Themen sie beschäftigt.

00:24:29: Und ich würde sagen das letzte Jahr war ein wirklich herausforderndes Jahr generell für die Wirtschaft und du hast einfach gemerkt okay Sie sind alle sehr vorsichtig, manche bauen Stellen ab.

00:24:41: Sie haben aber auch keine Kapazitäten im Bereich der Personalabteilungen um sich jetzt einen neuen Projekt zu widmen.

00:24:48: Also es hat viel damit zu tun oder sie sind einfach nicht bereit?

00:24:52: für diese Thematik.

00:24:56: Ich glaube auch, dass das geopolitisch ein Stück weit, das hat man vielleicht in Amerika bemerkt, ne?

00:25:00: Dass alles was Gleichstellung und Diversität angeht einfach mal gestrichen wird.

00:25:05: Es gibt aber auch die Unternehmen, die es genau anders machen und sagen okay wir stellen uns perspektivich langfristig auf.

00:25:11: Das ist für uns eine ganz wichtige Gruppe, die wir ansprechen wollen und wir vertreten die These, dass da wo's Müttern gut geht, dass alle profitieren.

00:25:20: Da bin ich der festen Überzeugung von.

00:25:25: Und das Angebot, wie ich das gesagt habe hat viel mit der Sichtbarkeit auf der Plattform zu tun.

00:25:29: Aber auch uns als Bearingspartnerinnen zu haben.

00:25:33: also wir sind immer ansprechbar für die Themen dem Unternehmen auch aufbloppen bieten auch Workshops an oder Trainings mittlerweile Impulse Speaking und wir merken die Unternehmen, die längerfristig mit uns zusammenarbeiten.

00:25:47: Das ist immer das Ziel, dass sie ganzjährig mit und in regelmäßigeren Austausch mit uns gehen.

00:25:53: Dass quasi auf dem gemeinsamen Weg so eine Sensibilisierung stattfindet und im Unternehmen eher hingeguckt wird – wo sind denn hier strukturelle Hürden?

00:26:03: Warum kommen Sie nicht, die Bewerberinnen?

00:26:07: kommen sie nach der Elternzeit nicht wieder.

00:26:09: Warum gehen Sie, warum sind Sie krank?

00:26:13: und so weiter?

00:26:13: Und das finde ich halt total spannend.

00:26:15: Also die Prozesse in den Unternehmen dann zu beobachten.

00:26:19: Das fängt schon bei der Stellenbezeichnung an, ob ich Frauen überhaupt anspreche oder nicht oder bei einer Stellenausschreibung.

00:26:27: Da unterstützen wir einfach.

00:26:29: Was habt ihr für Hindernisse festgestellt?

00:26:32: also wenn ja auch... mit den Frauen redet, was sind die Herausforderungen?

00:26:37: und wiederum aber auch auf Unternehmensseite wo man sagt ach mit ein paar kleinen Sachen sorgt man für mehr Bewerberinnenzahlen.

00:26:44: Also ich reiß nur mal ein bisschen an dass... Ich würde sagen es fängt einfach beim Außenauftritt an oder bei einer Stellenanzeige.

00:26:55: wie ist die formuliert?

00:26:56: Wenn nicht in Mathematiker, Mathematik-Care Auch wenn da ein MWD dahinter steht, den Vollzeit ausschreibe dann gibt es viele, die sich darauf nicht bewerben würden.

00:27:07: Und das sind Mathematikerinnen, die vielleicht nur achtzig Prozent arbeiten wollen.

00:27:15: Das ist aber nur ein kleines Beispiel.

00:27:17: Ich glaube, das Wichtigste oder die Antwort auf die Fragen, die Sie sich unternehmen stellen finden sie im Unternehmen wenn sie die Menschen fragen.

00:27:26: Ich bin beispielsweise nie gefragt worden auch zu Corona nicht.

00:27:29: wie geht es dir denn hier?

00:27:30: Oder was brauchst du um Leben und Beruf vielleicht noch besser miteinander verbinden zu können.

00:27:36: Und das wären oft Kleinigkeiten gewesen, ne?

00:27:38: Vielleicht flexiblere Arbeitszeiten oder einen anderen Verantwortungsbereich oder oder oder also die Antworten liegen bei den Menschen selbst.

00:27:49: und ja nicht nur bei Frauen oder Müttern sondern jetzt endlich aber allen.

00:27:54: Ja und das Parität erreichen wir auch nur wenn Männer und Väter ebenso diese Verantwortung mit übernehmen können.

00:28:03: Und da einfach noch mal hinzugucken, wie kann das gelingen?

00:28:06: Beschäftigt dich das auch am Steffen?

00:28:09: Weil gerade auch das Friseurhandwerk hat sich ... Ich würde sagen Corona war auch so ein Wandel und zwar ja mal ich würd sagen oh naja keine Ahnung.

00:28:17: vor zehn Jahren gab es dann doch diesen.

00:28:18: ah wir arbeiten hier vor sieben bis zwanzig Uhr.

00:28:21: der Kunde ist König, darf jederzeit kommen.

00:28:23: Da hat sich ja auch viel getan bezüglich der Öffnungszeiten.

00:28:26: Friseure die Samstag tatsächlich nicht mehr aufhaben.

00:28:31: Kannst du da mal ein bisschen auch was schildern, was du generell beobachtest?

00:28:35: Aber wie ihr ganz speziell auch Antworten darauf gefunden habt auf aktuelle Lebensformen oder Trends einzugehen.

00:28:46: Also grundsätzlich ist es in totaler Arbeitnehmermarkt geworden.

00:28:50: Friseure werden gesucht wie Santa Mer und Es ist einfach so, dass man sich sehr nach dem Bedürfnis in der Arbeitnehmer richten muss wenn man überhaupt noch welche bekommen möchte.

00:29:04: Das heißt es gibt flexible Arbeitszeiten, es gibt mehrere Tage frei und es gibt eine sehr gute Entlohnung.

00:29:12: aber ich sage mal grundsätzlich mit einem guten Angebot und auch mit einer interessanten Ausrichtung und einen sehr guten Teamgeist findet man immer noch gute Leute.

00:29:23: Ja weil das glaube ich auf Empfehlung dann auch funktioniert oder?

00:29:27: Du setzt dich ja auch ein Stück weit dann dadurch vom Markt ab, würde ich mal sagen in der Brüche.

00:29:32: Also Empfehlung auf jeden Fall und es ist auch so dass man seine Qualität einfach nicht unter Wert verkaufen kann und man muss einfach was bieten, was andere nicht haben.

00:29:49: Stimmt!

00:29:49: Und das machst du ja in besonderer Weise.

00:29:51: Also ich kann mir das gut vorstellen, dass du allein schon oder ihr gemeinsam als Unternehmerinnen und Unternehmer durch so eine Produktentwicklung und durch eine Verbundenheit würde ich sagen zur Mensch-und Natur, dass das ja schon was anderes ist als in irgendeine Franchisekette jetzt zu gehen und sich dort die Haare schneiden zu lassen?

00:30:12: Ja

00:30:13: genau, das stimmt!

00:30:14: Es ist auch der Gedanke Was möchte man mit dem Arbeitnehmer machen?

00:30:19: Möchte man, dass er einfach nur gut arbeitet oder möchte man auch... Dass er sich entwickelt.

00:30:25: Dass er eine Persönlichkeit wird und ich glaube so funktioniert es eigentlich ziemlich gut in der kleinen Einheit.

00:30:34: Welche Rolle spielt Innovationen im Friseurhandwerk?

00:30:37: Eine sehr große mittlerweile also.

00:30:41: Leute in der Altersgruppe von vierzehn bis fünfzwanzig kommen mit aufwendigen Instagram-Frisuren, die wirklich nur mit Techniken zu erreichen sind.

00:30:52: Mit Tools, die neuesten Stand sind.

00:30:55: Also da ist wirklich ... also Baleage ist nicht mehr das längste Geschichte.

00:31:00: Da werden mit dem Föhn am Ansatz kleine Härchen weggeblasen.

00:31:05: Die werden alles was daneben es wird aufgehältes gibt ... so pudrige Übergänge.

00:31:11: Das ist eine Wahnsinnsarbeit, wird aber gefordert...

00:31:15: Und auch bezahlt?

00:31:15: Wird auch bezalt auf jeden Fall!

00:31:18: Aber man muss dranlagen und man braucht Leute die es können.

00:31:23: Wie macht ihr das bei euch mit Weiterbildung, Fortbildung, Innovationen?

00:31:28: Also im Moment wenig, muss ich ehrlich sagen weil wir so Mitarbeiter-Suche beschäftigt waren.

00:31:36: jetzt haben wir ein neues Team aufgestellt aber es gibt Auch ein Stammteam, was sich selbst wunderbar selbst entwickelt über YouTube-Videos.

00:31:45: Es gibt dann Übungs-Trainingstage.

00:31:50: Ach wie

00:31:50: cool!

00:31:54: Eine Sache hast du noch gesagt, Steffen?

00:31:56: Du bist statt... Estät, weil glaube ich das Wort rüber.

00:31:58: Manchmal.

00:31:59: Genau manchmal noch statt Estät?

00:32:01: Das müsstest du uns noch erläutern und vielleicht gibt es da ja dann auch nochmal einen Anknüpfungspunkt!

00:32:05: Ja, da geht's auf jeden Fall ein nämlich dieser soziale Aspekt.

00:32:11: Nee Corona war irgendwie auch so eine triste Zeit und... Ich hab'n Freund Axel heißt der, der ist ein begnadeter Architekt und ein super Freund und wir haben damals die Idee gehabt, einen Umbrella-Sky zu machen.

00:32:24: Einen bunten Himmel für bunte Gedanken und haben das umgesetzt.

00:32:30: Und haben das verpartet, also wir brauchten dreihundertfünfzig Schirme und zwanzigtausend Euro und haben die Schirmen quasi als Patenschaft verkauft.

00:32:41: Jeder konnte sich beteiligen, hat eine Nummer gekriegt und es ist so gut gelaufen!

00:32:47: Und wir konnten dann dem Mädchenhaus und der Tafel rund zehn tausend EUR überweisen weil's einfach der Überschuss war.

00:32:54: Und jetzt, also ich fände die Stadt Mainz.

00:32:57: Die kann auf jeden Fall so ein bisschen Support in der Ästhetik gebrauchen.

00:33:02: und meine kleine Gasse wo unser Salon ist, die soll jetzt dieses Jahr wenn wir es hinkriegen zur Blumengasse werden.

00:33:11: Das heißt du möchtest eine Blume Decke drüberhängen oder?

00:33:15: Ich möchte über zwei Meter große Kunstblumen als Spalier in diese Gasse stellen, dass wenn man da durchläuft sich fühlt wie alles im Wunderland.

00:33:26: Das ist total

00:33:27: toll!

00:33:27: Jetzt musst du noch den Namen deiner Gasser nennen?

00:33:29: Ja wollte

00:33:29: ich gerade sagen, du musst noch verraten wo man euch findet.

00:33:32: Es ist wunderbar zu merken.

00:33:33: Rote Kopfgasse.

00:33:36: Dort habt ihr bald ein Instagrammable im Blumen mehr.

00:33:41: Also da ist im Moment der große Abriss von einem guten Bärtenmuseum, wenn der planbar ist... dass uns die Gasse quasi zur Verfügung steht, als nicht mehr baubelästigt da Bereich jetzt umgesetzt.

00:33:57: Toll!

00:33:57: Warum machst du das?

00:33:59: Was ist das was dich da antreibt?

00:34:01: Also ich liebe es einfach in einer schönen Umgebung zu sein und weiß, dass andere Leute das auch mögen.

00:34:07: Und wir haben jeden Tag frische Blumen im Salon und jeden Tag sagen die Leute wie schön ist das?

00:34:13: Und ich finde, wir müssen uns einfach mehr mit schönen Sachen beschäftigen.

00:34:17: Das ist total...

00:34:20: Ja genau!

00:34:26: Ich glaube der Raum macht halt auch was mit uns.

00:34:28: Der Raum und die Umgebung.

00:34:31: Wenn das schön ist und wenn wir uns wohlfühlen dann verbleiben wir gerne.

00:34:37: Dann sind wir gerne da und dann ist der Kopf auch mal freier weil man nicht nur irgendwas wegräumen muss So was, was bei mir zu Hause nie gelingt.

00:34:46: Aber toll, tolle Idee!

00:34:49: Jetzt hat der Steffen gerade gesagt, Arhanne und es verbindet das soziale.

00:34:53: Ich würde ihm auch sagen, Jobs for Months ist ein Sozialunternehmen?

00:34:57: Ja.

00:34:58: Was treibt dich an außer dass du fürhin schon geschildert hast?

00:35:03: Wo würdest du gerne hinkommen?

00:35:05: Was ist die Vision?

00:35:07: Warum gibst du da so viel Energie rein?

00:35:09: Stimmt... Ich glaube halt, dass wir verlernt haben uns gute Fragen zu stellen und eine der Fragen ist wie wollen wir leben und arbeiten.

00:35:19: Und da ist meiner Meinung nach einfach viel Potenzial nach oben in beiden Kategorien die im besten Falle verbunden sind miteinander.

00:35:27: um sich die Frage zu stellen sich selbst und im Unternehmen entwickelt und treibt meiner Meinung auch Innovation voran und auch weltweit.

00:35:37: also ich finde die Entwicklungen überall sind halt eben nicht menschenfreundlich, nicht naturfreundliche.

00:35:45: Nicht so wie wir es doch eigentlich könnten von den Ressourcen die wir haben und da gucke ich halt gerne hin.

00:35:52: also Ich glaube als Soziologin einmal vielleicht dieses gesellschaftliche was treibt uns an?

00:35:58: Und wie ist denn hier alles miteinander verbunden?

00:36:01: aber auch als Ethnologien zu gucken okay wo kommen wir denn her und was haben wir denn für Möglichkeiten?

00:36:10: Wie mögt das auf dich?

00:36:15: Das wirkt auf mich auf jeden Fall sehr nachvollziehbar und richtig.

00:36:20: Und ich glaube auch, durch ein Engagement kann man mehr bewirken als durch abwarten?

00:36:25: Ja oder es hat immer... Also ich finde dieses hinzu einfach schön!

00:36:28: Ich glaube wenn du eine Vision hast und das fehlt manchmal sich wünscht wir hätten als Menschheit ne gemeinsame Vorstellung davon wie's richtig gut sein kann dann haben wir was worauf er uns hin bewegen können.

00:36:39: dann können wir gemeinsam vielleicht diesen Weg ebnen.

00:36:44: Und um auf Jobs for Moms zurückzukommen, da ist es so dass der berufliche Weg für Mütter einfach nicht geäpnet ist.

00:36:50: Sie haben ja an der Arbeitswelt jetzt nicht wirklich mitgeschraubt ne?

00:36:53: Da standen sie halt nur am Herd!

00:36:55: Sorry also natürlich nicht ihr wisst das ich meine.

00:36:58: und hier gemeinsam zu schauen wirklich mit allen alle in einem Boot zu haben und zu gucken was brauchen wir denn eigentlich?

00:37:04: und is' es wirklich mehr was die Narrative der Wirtschaft ja oftmals ist?

00:37:10: Oder ist es vielleicht was ganz anderes?

00:37:12: Und vor dem Hintergrund würde ich sagen, ist Jobs for Moms soziale Innovation.

00:37:20: Schöner Begriff.

00:37:20: noch mal!

00:37:21: Jetzt wo ihr von euch beiden so wisst wie ihr tickt und man hat ja glaub ich rausgehört dass ihr ähnlich tickt mit manchen Dingen die ihr tut und Fragen die ihr euch stellt.

00:37:32: Im Podcast fragen wir gerne immer gibt's was wo sagt er sieht den Ansatzpunkt oder das könnte man gemeinsam entwickeln.

00:37:38: einfach dadurch, dass ihr hier beide sitzt ist euch vielleicht was aufgekommen wo ihr sagt das würdet ihr gerne verändern anstoßen machen.

00:37:46: Was wäre das?

00:37:49: Meinst du grundsätzlich oder zusammen?

00:37:52: also ich habe bei dem Blumenprojekt sofort daran gedacht da irgendwas mit dir zu machen dich mit einzubinden nicht in welcher Form aber irgendwie wird das total gut passen.

00:38:07: Ich glaube, ich wäre total gerne dabei.

00:38:09: Weil dann kann ich ja auch deinen Salon oder euren Salon besuchen und vielleicht kannst du noch mal über meine Haare gucken?

00:38:16: Ja das können wir auf jeden Fall auch zum Thema Blume.

00:38:23: Durch die Blume gesagt?

00:38:25: Kannst du vielleicht nochmal ein bisschen was... Kannst Du mal schauen!

00:38:28: Und Ehrlichkeit ist auch wunderbar herzerfrischend.

00:38:34: Ich find' die Blumenidee so schön.

00:38:36: Kennst du Koblenz?

00:38:38: Ich muss mal überlegen, ein bisschen.

00:38:40: Nur ein bisschen!

00:38:41: Vielleicht lad ich dich dann auch einmal ein weil wir haben in der Allstadt in einer Gasse eine Blumengelande.

00:38:50: also da wo du die Regenschirme hängen hattest hängen dort Blumen ganz bunte und es ist einfach Schön.

00:39:00: Ich find deine Idee aber noch toller, wenn du das Gefühl hast, dass du leust einfach durch.

00:39:04: Aber auch das, wenn dich Blumen vom Himmel her anleuchten und es ist so ein bisschen das Gefühl wie mit den Schirmen bestimmt auch von dir inspiriert.

00:39:13: Das erste Mal in Kroatien bin ich durch eine Gasse gelaufen.

00:39:16: Ich weiß nicht, ob du da deine Finger mit dem Spiel hattest oder ob es vielleicht ein Quate war der das in Mainz gesehen hat und dachte, das machen wir jetzt aber auch im Porridge Und diese Blumenidee und diesen Raum, also ich finde es einfach schön.

00:39:34: Ja aber ich denke vielleicht auch so deine Botschaft was die Frauen und Mütter betrifft dass man das irgendwie mit in diese Idee reinbringt.

00:39:46: Ich weiß noch nicht wie, aber wir werden sehen.

00:39:49: Sehr gerne sehen wir!

00:39:50: Ja, da könnt ihr ja mal so ein bisschen kreativ werden.

00:39:53: Eingedanken hatte ich noch bei diesen... man kreiert Räume und so einen Blumengasse?

00:40:00: Und dann hast du gesagt, du stehst für Verbundenheit!

00:40:04: Wenn man so Räumes schafft, reden die Leute drüber, dann kommen sie darüber irgendwie in Verbindung.

00:40:11: In Kontakt.

00:40:12: Wie wichtig ist das aktuell sowohl für die Gesellschaft als auch fürs Thema Innovationen sich auszutauschen wie ihr jetzt hier?

00:40:21: Also ich finde extrem wichtig.

00:40:24: Weil die Ideen, die jeder Einzelner hat, die potenzieren sich im Gespräch wenn man jemand hat der gut zuhören kann und weiter denkt und hebt einen auch schnell aus seinem eigenen Dunst, aus seiner eigenen Gedankenwolke die man so mit sich trägt.

00:40:43: Also nicht der einsame Innovator, würdest du auch sagen?

00:40:47: Du speist dich auch immer daraus das andere noch dazu reden oder...

00:40:52: Das ist eine sehr gute Frage.

00:40:54: Der kocht so in deiner Küche,

00:40:56: destillierst!

00:40:57: Ich habe auf der einen Seite dieses Kommunikationsverständnis weil ich natürlich jeden Tag mit vielen Leuten rede schneide kundmäßig aber Ich bin auch ein totaler Eigenbrötler und kann auch extrem verbohrt einer Sache über Jahre hinterherhängen, was manchmal katastrophal ist aber dann doch auch zum Ergebnis führt.

00:41:19: Also katastrophe für meine engsten Angehörigen.

00:41:25: Ja von daher würde ich aus sagen Behaarlichkeit ist auf jeden Fall eine Sache die wichtig ist.

00:41:31: Stichwort Verbundenheit, Hammer?

00:41:33: Wie wichtig ist das für Innovation?

00:41:39: Total, total wichtig.

00:41:41: Bei sozialer Innovation ist es, dass du halt so eine kritische Masse zum Beispiel brauchst damit sie überhaupt umsetzbar ist und ich glaube letztendlich ist das in jedem Bereich ähnlich ne?

00:41:51: Und divers an was zusammenzuarbeiten finde.

00:41:55: ich finde ich großartig, weil wie du das sagst in verschiedenen Perspektiven zu... oder miteinander konfrontiert werden vielleicht und man mit einem ähnlichen Ziel unterwegs ist entstehen wunderbare Lösungen.

00:42:10: Aber es muss auch getragen werden.

00:42:11: deswegen ich glaube es geht nur in Verbundenheit her.

00:42:14: Dann kommt ja immer unsere letzte Frage.

00:42:17: Ist es ein Match?

00:42:18: Werdet ihr euch wiedersehen?

00:42:20: Ja!

00:42:21: Definitiv!

00:42:24: So ein

00:42:24: Glück.

00:42:25: Genau, das Leintel hat funktioniert!

00:42:27: Das heißt, wir werden das natürlich auch verurachten und wir freuen uns sehr wenn ihr uns berichtet von einem weiteren Treffen.

00:42:33: Vielen vielen Dank dass ihr zu Gast wart.

00:42:35: Vielen dank dass ihr ein Stück weit uns auch habt in eure Seele schauen lassen.

00:42:40: Es war jetzt glaube ich sehr intensiv.

00:42:43: Danke schön an die Hörerinnen und Hörern!

00:42:45: Ihr könnt gerne die Geschenke einmal auf den sozialen Medien euch anschauen quasi an der Blume riechen und an dem Meerwasser ein bisschen es glitzern lassen.

00:42:56: genau Danke schön.

00:42:57: und wir sagen tschüss hier aus dem Studio.

00:42:59: Tschüs!

00:43:01: Das

00:43:05: war gemischte Tüte.

00:43:06: der Blind Date Podcast, der Innovationsagentur Rheinland-Pfalz.

00:43:09: Vernetzt euch gerne mit den Gästen, folgt dem Insta-Kanal denn da gibt es jede Menge Bonusmaterial für euch.

00:43:15: Ihr seht die Geschenkübergabe, ihr bekommt einen Einblick hinter die Kulissen und ihr seid immer informiert.

00:43:20: an die nächste Folge raus kommt Wenn ihr euch ganz allgemein für das Thema Innovationen Rheinland-Pfalz interessiert, dann geht gerne auf www.innovationsagentur-rlp.de.

00:43:32: Bleibt offen und neugierig so wie unsere Blind Date Gäste bei gemischte Tüte!

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